
| Ich: | Opa, ich soll ein Projekt über die Nazizeit machen und soll jemanden interviewen, der diese Zeit selber erlebt hat. Du warst damals Kind. Was kannst du mir über deine Kindheit erzählen? |
| Opa: | Tja, ich glaube, ich
kann dir diese Zeit am besten erklären, indem ich dir von meinem Freund
Friedrich Schneider erzähle. Aber zuerst sage ich vielleicht
etwas über unser Haus. Der Hausbesitzer hieß Resch.
Herr Resch saß immer bei schönem Wetter in seinem Garten neben
Polykarp, seinem Gartenzwerg, der nie seinen Platz verließ.
Sonst sah man ihn vom Fenster auf den Garten sehen. Er hatte es zum
Großhandelsvertreter für Badeanzüge geschafft. Nun
ließ er andere für ihn arbeiten. Er herrschte auch sein
Haus; das war sein Herschaftsbereich, und wir Hausbewohner waren seine
Untertanen.
Meine Eltern wohnten damals im ersten Stock. Mein Vater war arbeitslos, als ich mich anmeldete. Genau eine Woche nach meinem Geburtstag wurde Friedrich geboren. |
| Ich: | Erzähl mir mal, wie das Leben damals in Deutschland aussah. |
| Opa: | Die meisten Deutschen hatten keine Ersparnisse mehr, denn wir hatten eben die Geldentwertung überstanden. Nicht nur mein Vater, sondern viele Menschen waren damals arbeitslos. |
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| Ich: | Erzähl mir jetzt etwas von deiner Kindheit, als du und Friedrich klein wart. |
| Opa: | Als Friedrich vier Jahre alt war, kam er das erste mal zu uns in die Wohnung. Ich wollte meine Spielsachen nicht mit ihm teilen und stellte mich vor meine Zimmertür. Er hatte eine Kuckucksflöte, die sein Vater ihm aus dem Schwarzwald mitgebracht hatte, und ich durfte darauf blasen. Danach teilte ich auch meine Spielsachen mit ihm. An demselben Tag halfen wir meiner Mutter, Reibekuchen zu backen. |
| Ich: | Kannst du mir das Rezept dafür geben? |
| Opa: | Ja, gern. Es war das Lieblingsgericht meines Vaters. Du brauchst ein Reibeisen dazu. Wir hatten damals eine Reibmaschine. Die Hauptzutaten sind Kartoffeln. |
Zutaten:
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Hinweise:
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