Ich: Wie hat Herr Schneider reagiert, als er seine Stelle verloren hat?
Opa: Friedrich und ich saßen auf dem Bordstein vor unserem Haus. Wir haben einen traurigen Mann gesehen und haben ihn nicht erkannt, bis er er direkt vor uns gestanden hat. Es war Herr Schneider, er weinte, und sein Kopf hing auf der Brust, weil er seine Stelle als Postbeamter gerade verloren hatte. Er war hoffnunglos und sehr enttäuscht. Er hat dann einen neuen Job in einem Kaufhaus gefunden, aber den Job hat er später verloren, als das Kaufhaus zugemacht wurde.  Leider ging es so weit, dass er Lampen reparieren musste, um Geld zu verdienen. Friedrich hat ihm damit geholfen, und sie haben viele Lampen für die Nachbarschaft repariert.

 
30.9.33

Sehr geehrter Herr Schneider:

Leider muss ich Ihnen mitteilen,daß wir Ihnen ab heute kündigen müssen.
 

Mit besten Wünschen für die Zukunft.
 

Herr Meier

Edisonian Museum mit Fotos von Lampen
 
 

 Ereignisse der 30er Jahre:
Hitler wird Reichskanzler
Erstes KZ-Lager in Dachau
Juden dürfen nicht als Beamte arbeiten
Bücher werden verbrannt
Behinderte Bürger werden ermordet
Olympische Spiele finden in Berlin statt
Juden müssen Armbände tragen
Der Zweite Weltkrieg fängt an
 
 


 


 

Ich: Warum haben Schneiders das Land einfach nicht verlassen?
Opa: Herr Schneider meinte, er habe zwei Gründe, in Deutschland zu bleiben.  Erstens waren er und alle seine Verwandten Deutschen.  Zweitens meinte er, dass die Juden lang genüg geflüchtet seien und sie ihr Schicksal akzeptieren sollten.

 

Massenarbeitslosigkeit



 
 

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